Satzung

Verein für Suizidprävention e.V. Hildesheim

Satzung

Stand: 17. Dezember 2018

§1 Name und Sitz

(1) Der Verein trägt den Namen „Verein für Suizidprävention e.V.“. Der Verein ist in das
Vereinsregister beim Amtsgericht Hildesheim unter der Nummer 1252 eingetragen.

(2) Der Verein hat seinen Sitz in Hildesheim.

(3) Der Verein ist politisch, ethnisch und konfessionell neutral.

(4) Das Geschäftsjahr des Vereins ist das Kalenderjahr.

(5) Der Verein verfolgt ausschließlich und unmittelbar mildtätige Zwecke im Sinne des
Abschnitts "Steuerbegünstigte Zwecke" der Abgabenordnung.

§2 Zweck

(1) Der Verein verfolgt mildtätige Zwecke im Sinne des §53 Nr. 1 Abgabenordnung.

(2) Der Satzungszweck wird insbesondere verwirklicht durch den Betrieb eines Krisentelefons,
das täglich mit geschulten Mitarbeitern besetzt ist und für Anruferinnen und Anrufer die
Möglichkeit für entlastende oder beratende Gespräche bietet.

Der Verein bietet mit einer Ausstellung und Workshops zum Thema Krise und Suizid ein
Präventionsprogramm für Jugendliche und Multiplikatoren an Schulen und anderen
Einrichtungen.

Außerdem bietet der Verein Trauergruppen und individuelle entlastende Gespräche an.

(3) Der Verein bietet Suizidgefährdeten und Menschen in Krisen sowie Personen in deren
Lebensumfeld, Beratung und Hilfe an, die der besseren Lebensbewältigung dienen soll. In
entsprechenden Fällen verweist er an juristische, medizinische, psychotherapeutische oder
andere Facheinrichtungen.

(4) Der Verein leistet im Rahmen seiner Möglichkeiten einen Beitrag zu einem antisuizidal
wirkenden Gesellschaftsklima. Er betreibt Öffentlichkeitsarbeit, um auf Voraussetzungen zur
Suizidgefährdung aufmerksam zu machen und über Möglichkeiten der Suizidprävention zu
informieren.

(5) Zur Erfüllung seiner Aufgaben kooperiert der Verein mit anderen Einrichtungen. Die Arbeit
des Vereins soll durch qualifizierte ehrenamtliche, angestellte oder auf Honorarbasis
arbeitende Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter durchgeführt werden. Die Supervision der
ehrenamtlich arbeitenden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ist vom Verein sicherzustellen

(6) Der Verein ist selbstlos tätig; er verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke.

§3 Mitgliedschaft

(1) Der Verein besteht aus aktiven und fördernden Mitgliedern. Mitglied kann jede natürliche und
juristische Person werden, die mit den unter §2 genannten Zielen übereinstimmt. Der Beitritt
wird schriftlich erklärt. Der Vorstand entscheidet über den Antrag. Die Mitgliedschaft endet
durch Austritt, Ausschluss oder Tod.

(2) Der Austritt erfolgt zum Ende des Kalenderjahres durch schriftliche Austrittserklärung
gegenüber dem Vorstand.

(3) Wenn ein Mitglied des Vereins gegen die Interessen, Ziele oder Satzung des Vereins schwer
verstoßen hat oder trotz Mahnung mit der Beitragszahlung im Rückstand bleibt, so kann es
durch einstimmigen Beschluss des Vorstands mit sofortiger Wirkung ausgeschlossen werden.

Dem Mitglied muss vor der Beschlussfassung Gelegenheit zur Rechtfertigung gegeben
werden. Gegen den Ausschließungsbeschluss kann Einspruch bei der Mitgliederversammlung
eingelegt werden. Über den Einspruch entscheidet die Mitgliederversammlung.

§4 Mitgliedsbeiträge

(1) Die Mitgliedsbeiträge sind Jahresbeiträge und jeweils am 1. Januar eines Jahres im Voraus
fällig.

(2) Über die Höhe des Beitrages entscheidet die Mitgliederversammlung. Sie kann den Beitrag in
Einzelfällen auf Antrag ermäßigen.

(3) Mitgliedsbeiträge werden von aktiven Mitgliedern nicht erhoben.

§5 Gewinn – und Vermögensbildung

(1) Mittel des Vereins dürfen nur für satzungsgemäße Zwecke gemäß §2 der Satzung verwendet
werden.

(2) Die Mitglieder erhalten keine Gewinnanteile und auch keine sonstigen Zuwendungen aus
Mitteln des Vereins.

(3) Die Mitglieder erhalten bei ihrem Austritt oder bei Auflösung des Vereins keine Anteile des
Vereinsvermögens.

§6 Verbot der Begünstigung

(1) Es darf keine Person durch Ausgaben, die den Zwecken des Vereins fremd sind, oder durch
unverhältnismäßig hohe Vergütungen begünstigt werden.

§7 Mitgliederversammlung

(1) Die ordentliche Mitgliederversammlung ist jährlich vom Vorstand unter Einhaltung einer
Einladungsfrist von vier Wochen durch schriftliche Einladung einzuberufen. Dabei ist die
vom Vorstand festgesetzte Tagesordnung mitzuteilen

(2) Außerordentliche Mitgliederversammlungen sind unverzüglich unter Einhaltung einer
Ladungsfrist von zwei Wochen durch schriftliche Einladung einzuberufen, wenn das Interesse
des Vereins dies erfordert oder die Einberufung von mindestens 30% der Vereinsmitglieder
verlangt wird. Dies muss dem Vorstand unter Angabe des Zweckes und der Gründe schriftlich
mitgeteilt werden.

(3) Die Mitgliederversammlung beschließt mit einfacher Mehrheit der anwesenden Mitglieder
über:

a) die Entgegennahme des Rechenschaftsberichtes des Vorstands,

b) die Entgegennahme von Kassenbericht und Kassenprüfbericht,

c) die Entlastung des Vorstands,

d) die Wahl des Vorstands,

e) die Bestätigung von Beisitzenden,

f) die Genehmigung des Haushaltsplans für das neue Geschäftsjahr,

g) die Bestellung von zwei Rechnungsprüferinnen oder –prüfern, die dem Vorstand nicht
angehören, die die Jahresrechnung prüfen und schriftlich darüber berichten und die
berechtigt sind, die Kassenführung jederzeit zu überprüfen,

h) die Festsetzung der Höhe des Mitgliedsbeitrags,

i) den Einspruch eines Mitglieds gegen seinen Ausschluss,

j) den Eintritt in Gesellschaften.

(4) Mit 2/3 Mehrheit der anwesenden Mitglieder fasst die Mitgliederversammlung Beschlüsse
über: Satzungsänderungen oder die Vereinsauflösung.

(5) Über die Beschlussfassungen der Mitgliederversammlung ist ein Protokoll aufzunehmen, das
vom Protokollanten bzw. der Protokollantin und einem Vorstandsmitglied zu unterzeichnen
ist.

§8 Vorstand

(1) Der Vorstand im Sinne des §26 BGB besteht aus drei gewählten Mitgliedern.
Den Vorstand bilden der/die Vereinsvorsitzende sowie ein/e 1. und ein/e zweite
Stellvertreter/in.

(2) Zwei von ihnen sind gemeinsam zur gerichtlichen und außergerichtlichen Vertretung des
Vereins berechtigt.

(3) Die Vorstandsmitglieder werden von der Mitgliederversammlung für zwei Jahre mit einfacher
Mehrheit, auf Antrag auch geheim, gewählt. Beim Ablauf der Wahlperiode bleibt das
ausscheidende Vorstandsmitglied bis zum Amtsantritt des neuen Vorstandes im Amt. Scheidet
ein Vorstandsmitglied während der Wahlperiode aus, wählt der Vorstand ein Ersatzmitglied
für die Zeit bis zur nächsten Mitgliederversammlung.

(4) Der Vorstand kann der Mitgliederversammlung bis zu fünf weitere Vereinsmitglieder
vorschlagen, die als Beisitzende im Vorstand mitarbeiten, an den Vorstandssitzungen
teilnehmen und Rederecht, jedoch kein Stimmrecht haben. Die Benennung von Beisitzenden
durch den Vorstand muss von der Mitgliederversammlung bestätigt werden.

(5) Scheidet ein Beisitzer oder eine Beisitzerin aus, kann der Vorstand für die Zeit bis zur
nächsten Mitgliederversammlung ein anderes Vereinsmitglied für den Beisitz bestimmen.

§9 Auflösung und Anfall des Vereinsvermögens

(1) Für den Beschluss, den Verein aufzulösen, ist eine Zweidrittelmehrheit der anwesenden
Vereinsmitglieder auf einer Mitgliedersammlung erforderlich. Der Beschluss kann nur nach
Ankündigung in der Einladung gefasst werden.

(2) Bei Auflösung des Vereins oder bei Wegfall steuerbegünstigter Zwecke fällt das
Vereinsvermögen an die Deutsche Gesellschaft für Suizidprävention – Hilfe in Lebenskrisen,
e.V., die es ausschließlich und unmittelbar für gemeinnützige, mildtätige bzw.
Wohlfahrtszwecke zu verwenden hat.

(3) Ist diese zur Zeit der Vereinsauflösung nicht mehr existent, so fällt das Vereinsvermögen an
den Deutschen Paritätischen Wohlfahrtsverband, der es ausschließlich und unmittelbar für
gemeinnützige, mildtätige bzw. Wohlfahrtszwecke zu verwenden hat.

(4) Alle Beschlüsse über die Verwendung des Vereinsvermögens im Falle einer Auflösung des
Vereins sind vor dem Inkrafttreten dem zuständigen Finanzamt mitzuteilen.